Know-how im Stundentakt
„Was können wir Ihnen für Ihre Kunden bieten?" Die Frage, die Voxtron-Geschäftsführer Ralf Mühlenhöver zu Beginn der Voxtron User Conference stellte, war auch fast schon das Motto der Veranstaltung. Diese bot mit Alltagsbezug und Praxisnähe erheblichen Mehrwert für die rund 60 Teilnehmer. Insbesondere die Vorträge zu Web 2.0, Rechtsfragen sowie zu Teammanagement und Deeskalation stießen auf großes Interesse.
Dass Social Media im Contact Center immer wichtiger werden, zeigte Web-Unternehmer Christian H. Leeb aus Linz. Die neuen Kunden sind ständig online und durch Vernetzung untereinander besser informiert - auch über die Güte von Unternehmen. Hier verwies Leeb auf einen Kardinalfehler von Firmen: „Wo es brennt und Menschen nötigt sind, setzen wir Maschinen ein", warb er für echte Ansprechpartner statt mächtiger Self-Service Lösungen. Konfliktlösung durch klug gemischte Teams: Wie das geht, erläuterte Roland Wiedemeyer von rw-cct in seinem Workshop. „Die Motivation kommt aus dem Mitarbeiter selbst", sagte er. Mit Bezug auf die Biostrukturanalyse umriss er drei Grundtypen, über die sich die Stärken eines jeden Mitarbeiters identifizieren und passende Teams zusammenstellen lassen. Allerdings schränkte er ein: „Alle Tools bleiben bloße Techniken, wenn sie nicht von einer wertschätzenden Beziehung, dem Konsensgedanken und einer bewussten Kooperation getragen sind." Alles was Recht ist
Was Voxtron-Lösungen in der Praxis leisten, zeigten zwei Praxisbeiträge. „Mit agenTel auf dem Weg zum Universal Agent" hätte der Beitrag von Michel Digoh überschrieben sein können. Der Leiter Systemtechnik bei Buhl Data berichtete, wie sein Unternehmen agenTel in die VoIP-Infrastruktur von Buhl einbindet. „Unser Ziel ist die bessere Auslastung des Personals bei geringerer Hardwareanforderung am Arbeitsplatz und leichterer Administrierbarkeit", erläutert Digoh. Hier ist Buhl dank der umfangreichen Möglichkeiten von agenTel schon sehr weit fortgeschritten. „Ein Single Desktop ist im Kern schon greifbar", so Digoh.
Dass sich auch komplexe Call Center mit einem Datenwürfel in den Griff bekommen lassen, zeigten Ludger von Döllen und Klaus Thelen von Accelerate. Der Datenwürfel verbindet unterschiedlichste Datenquellen und schafft Querverbindungen über Systemgrenzen hinweg. Die notwendigen Daten erhält die Gesamtlösung aus Voxtrons Contact Center Software agenTel, aus ERP- und CRM-Systemen, aus Datenbanken und auch aus der Statistik der TK-Anlage. „Die Logik des Datenmodells ist das Kernstück einer Business Intelligence Lösung", sagte von Döllen. Business Intelligence Wie BI-Lösungen in die Hosentasche gelangen, zeigte anschließend Klaus Graf von opti-serv. „Kennzahlen sind nötig für die Transparenz von Servicelevel und Erreichbarkeit, um Volumenschwankungen frühzeitig erkennen und Personal besser auslasten zu können", nannte Graf Gründe, warum Teamleiter ihr Call Center immer dabei haben sollten. Wichtig sei, dass eine solche Lösung Kundensicht, Prozesssicht, interne oder externe Sicht biete, damit möglichst viel Flexibilität und Kontrolle möglich sind. VUC 2011
Text: Tom Semmler
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